Seit jeher träumt die Menschheit vom Fliegen. An den Wochenenden wird dieser Traum für die Pilotinnen und Piloten der Segelfluggruppe Pilatus auf dem Flugplatz Luzern-Beromünster zur Realität.
Der idyllisch zwischen drei Seen gelegene Flugplatz bietet hervorragende Bedingungen sowohl für lokale Flüge über das Mittelland als auch für längere Streckenflüge in die Alpen oder das Jura-Gebirge. Ein zentrales Ziel ist dabei die Ausbildung junger Pilotinnen und Piloten, um dem Nachwuchs die Welt der Aviatik näherzubringen.
Segelfliegen ist ein Teamsport – anders als beim Motorflug benötigt es zum Starten eine gut koordinierte Bodenmannschaft, bestehend aus Flugdienstleiter, Rückholer und dem Schlepppiloten. Es gibt zwei gängige Startarten für Segelflugzeuge: den Windenstart, bei dem das Flugzeug durch eine Seilwinde beschleunigt wird, und den Flugzeugschlepp, bei dem ein Motorflugzeug das Segelflugzeug in die Luft zieht. Aufgrund der topografischen Gegebenheiten am Flugplatz Luzern-Beromünster ist der Windenstart keine Option, sodass hier ausschliesslich der Flugzeugschlepp zum Einsatz kommt.
Seit vielen Jahren nutzt die Segelfluggruppe Pilatus dafür eine Dyn'Aero-MCR mit einem 115 PS starken Rotax 914 115 PS Turbo-Motor, der mit nur 60 dB zu den leisesten seiner Klasse zählt – ein hervorragendes Schleppflugzeug. Doch nach mehr als 15 Jahren erfolgreicher Einsätze ist es an der Zeit, die Zukunft des Schleppbetriebs zu überdenken und nach einer geeigneten Nachfolge für das aktuelle Schleppflugzeug zu suchen.
Zu diesem Zweck hat der Vorstand ein Projektteam, bestehend aus Peter Zeitner, Christoph Meier und Michael Glanzmann, beauftragt, verschiedene Optionen zu evaluieren. In den letzten Monaten hat das Team knapp 20 mögliche Flugzeugmodelle auf Herz und Nieren geprüft. Dabei wurden Kriterien wie Lärmemissionen, Leistung und Robustheit besonders berücksichtigt.